Verein: - Ruine Landskron

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Die Landskron hat im Laufe der Jahrhunderte ein wechselvolles Schicksal erfahren, bis die im sechzehnten Jahrhundert zur Festung mutierte Burg 1814 von den gegen Napoleon ziehenden Bajuwaren und Österreichern gesprengt wurde. Als Nationalgut versteigert, diente die Ruine während Jahrzehnten als Steinbruch, bis sie 1856 von der Familie von Reinach erworben wurde, welche den Steinbruchbetrieb sofort einstellte. Trotz gelegentlicher Unterhaltsarbeiten gelang es aber nicht, den allmählichen Verfall aufzuhalten. Daran änderte sich auch nichts, nachdem die Ruine 1923 zum Monument historique classé de France erhoben worden war. Erst nach 1945, als ihr Zustand alarmierend geworden war, konnten die wichtigsten der gefährdeten Partien dank Sammelaktionen und freiwilligen Einsätzen – vor allem aus der Schweiz – gesichert und in Stand gestellt werden.

1970 wurde das Areal eingezäunt und einen Kolonie Affen angesiedelt, was weder von den Geldspendern noch von den freiwilligen Helfern goutiert wurde. Zehn Jahre später wurde das Experiment abgebrochen und die Ruine stand zum Verkauf. Die Gemeinde Leimen musste angesichts des zu erwartenden Aufwandes verzichten. Allein die Pflege des Areals hätte ihre Möglichkeiten überstiegen, nicht zu reden von den alltäglichen kleinen Reparaturen und Unterhaltsarbeiten am Gemäuer, von den Massnahmen für die Sicherheit der Besucher und von der Behebung der von unvernünftigen Besuchern verursachten Schäden.  

Die Idee, einen Verein zu gründen und die Ruine zu kaufen lag nahe. Sie hatte dank der starken Verankerung der Landskron in der Bevölkerung als Wahrzeichen des hinteren Leimentales Erfolg. Heute zählt der Verein um die Tausend Mitglieder – alle Miteigentümer der Ruine. Der Sitz des Vereins ist Leimen. Als logische Folge der Grenzlage, besteht er aus einer Französischen und einer Schweizer Sektion und darf als Modell für gut funktionierendes grenzüberschreitendes Zusammenwirken gelten. Dem trägt auch die paritätische Zusammensetzung des Vorstandes Rechnung.
Dank den Mitgliederbeiträgen, dank unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden und nicht zuletzt dank grosszügiger Spenden vieler Sponsoren konnten ausser den von den staatlichen Stellen unterstützten grossen Renovationsetappen viele kleinere und grössere Projekte verwirklicht werden, als letztes die kürzlich eingeweihten Panoramatafeln

Die Landskron gehörte im Laufe der Jahrhunderte vielen Herren, heute gehört sie vielen Leuten!

 
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